Südtirol Spezial #2: Die Bletterbachschlucht – der grand canyon südtirols

Im heutigen Beitrag nehme ich euch mit durch die Bletterbachschlucht. Der Geoparc Bletterbach befinden sich bei Aldein im Süden Südtirols. Der ‚Fluss‘ Bletterbach liegt am Fuße des Weißhorns (2317m). Die Schlucht, durch die der Bach fließt, wird auch als Grand Canyon Südtirols bezeichnet. Entstanden ist die Schlucht vor circa 15.000 Jahren in der Eiszeit, ist etwa 8 Kilometer lang und 400 m tief. Sie gehört seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten.


Talschluss ‚Gorz‘
Der große Wasserfall
Blick in den unteren Teil der Bletterbachschlucht

Die Wanderung

Ausgangspunkt für unsere Wanderung war das Besucherzentrum Geoparc Bletterbach bei Aldein. Aufgrund von Steinschlaggefahr war der untere Teil der Schlucht (GEOweg Butterloch) gesperrt. Wir sind daher den GEOweg Gorz gewandert.

Vom Besucherzentrum Aldein ging es über eine Forststraße, vorbei an zwei Aussichtspunkten zum ‚Flascherbründl‘. Von dort aus stiegen wird rechts über den Steig Nr. 4 ab zum Bletterbach. Unten am Bachbett angekommen haben wir einen kurzen Abstecher (circa 10 min) zum Kopf des großen Wasserfalls gemacht. Anschließend sind wir dem Bachbett aufwärts zum Talschluss (‚Gorz‘) über Stock und über Stein gefolgt. Richtige Wanderwege gab es in der Schlucht nicht. Wer die Bletterbachschlucht durchwandern möchte, sollte also festes Schuhwerk und Trittsicherheit mitbringen. Im Besucherzentrum könnt ihr euch kostenfrei noch einen Helm ausleihen, da in der Schlucht Helmpflicht gilt. Am Talschluss angekommen eröffnete sich uns eine wunderbare Aussicht mit zwei kleineren Wasserfällen.

Der Rückweg: Am Bachbett entlang zurück bis zum Gorzsteig (G). Hier bietet sich die Möglichkeit auch zum Weißhorn hinauf zu wandern (Anstieg auf der gegenüberliegenden Bachbett-Seite.) Wir sind allerdings den Stieg G hinauf, oben bogen wir rechts ab und kamen zurück zum ‚Flascherbründl‘ und weiter zum Besucherzentrum.

Insgesamt haben wir circa 4 Stunden für die Strecke benötigt. Anspruchsvoll für die Füße und Knie ist nur das Teilstück in der Schlucht.

BTW: Auf dem Weg zum ‚Flascherbründl‘ gab es eine Möglichkeit den ‚Jagersteig‘ hinab zum Butterloch zu wandern. Leider war diese Option aufgrund der Sperrung nichts für uns. Dieser Weg hätte uns über den Jagersteig zum Fuße des großen Wasserfalls am Butterloch geführt. Von dort aus kann man in der Schlucht Bachbett abwärts zum ‚Taubenleck‘ wandern. Der Aufstieg vom ‚Taubenleck‘ zum Besucherzentrum erfolgt über den Weg 3 (E5).


Was du für einen Besuch in der Bletterbachschlucht wissen solltest:

  • Anfahrt: Von der A22-Ausfahrt Neumark geht es mit dem Auto über Montan nach Aldein. 1 Kilometer nach Dorfzentrum geht es rechts ab in Richtung Bletterbach (sehr gut ausgeschildert). Nach 4 Kilometern den Straßenverlauf folgend wird das Besucherzentrum erreicht.
  • In der Bletterbachschlucht gilt Helmpflicht! Die Helme werden im Besucherzentrum kostenlos verliehen. Außerdem sind festes Schuhwerk und Wanderbekleidung empfehlenswert.
  • Es muss Eintritt bezahlt werden (6 Euro normal)
  • Ihr könnt wenn ihr wollt auch eine Führung buchen.
  • Die Schlucht ist auch vom GEOMuseum Radein und vom Jochgrimmpass erreichbar.
  • Öffnungszeiten: bis zum 31. Oktober — tgl. von 9.30 Uhr bis 18 Uhr
  • https://www.bletterbach.info/


Hat dir der Beitrag gefallen? Kennst du die Bletterbachschlucht? Dann schreib es mir gern unten in die Kommentare.

Bilder: privat

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